Lorbas und Norman

Lorbas

Irgendwann kam die Frage auf, ob es nicht schön wäre, zwei Hunde zu haben. Aus Bekanntenkreisen und von unseren Trainern hatten wir gehört, dass ein Mensch niemals den Hundefreund ersetzen kann. Auch bei der größten Liebe und viel Beschäftigung mit dem besten Freund des Menschen. Also setzten wir uns mit dem Züchter unseres Janosch in Verbindung, den wir natürlich von dem tragischen Ereignis unterrichtet hatten. Nach dem nächsten Wurf fuhren wir wieder ins Sauerland und suchten uns einen Welpen aus. Diesen konnten wir erst zwei Wochen nachdem der vorletzte von seinen neuen Besitzern abgeholt wurde zu uns nehmen. Und in dieser Zeit, in der das Haus des Züchters natürlich wieder gründlich gereinigt wurde, muss unser Kleiner irgendetwas aufgenommen haben. Jedenfalls sanken kurze Zeit nachdem er bei uns eingezogen war seine Hämatokritwerte so dramatisch, dass er in die TiHo Hannover an den Tropf musste und zwar für mehrere Wochen. Es sah nicht gut aus. Aber er schaffte es. Sieben Jahre wurde er alt, dann wollte sein Herz ganz plötzlich nicht mehr. Auch der sofort erschienene Tierarzt konnte mit Injektionen nichts mehr ausrichten. Aber diese sieben Jahre war er mit seinem unglaublich lieben Wesen und seiner übersprühenden Lebendigkeit ein richtiger Schatz.

Norman

Als Aldo gestorben war, sollte Lorbas nicht allein bleiben. Wir sahen uns also um nach einem Landseer, da wir diese Rasse aus der Hundezeitung kannten und Gefallen an den schönen Hunden gefunden hatten. Wir telefonierten also mit den verschiedenen Stellen des Landseerclubs und erhielten eine Adresse, wie schon bei Aldo, in der ehemaligen DDR. Diesmal hatten wir Glück und die Züchter hielten ihre Hunde wirklich so, wie man das von einem seriösen Züchter erwartet. Wir hatten Lorbas mitgenommen um zu testen, ob sich die Hunde vertrugen. Kaum hatten wir die Heckklappe vom Kombi geöffnet, sprang unser Junge raus, lief kurz mit seinem "Kollegen" hin und her und danach sprangen beide ins Auto, kuschelten sich aneinander und das blieb so bis wir zuhause waren und die Freundschaft hielt bis zu Normans Tod. Der kam schneller als gedacht. Magendreher. Obwohl wir es sofort bemerkt hatten und in die Klinik gefahren waren wo er sofort operiert wurde, starb er am nächsten Morgen. Wir sind heute noch überzeugt, dass eine zu hohe Dosis Narkosemittel der Grund war. Danach hatten wir bei der betreffenden Klinik immer ein ungutes Gefühl. Inzwischen mussten wir mehrmals dorthin und es hat sich so viel zum Positiven verändert, dass man jetzt wieder Vertrauen haben kann.