Unsere Landseer haben uns jetzt beide verlassen. Erst Tami ( 2018 ) dann Urban (2019 ).
Tami hatte ja seit 2013 epileptische Anfälle, war aber eigentlich recht gut eingestellt. Nur zum Schluss traten die Krämpfe häufiger auf und eines morgens konnte sie ihre Beine nicht mehr bewegen. Auch ein Aufenthalt in der Tierärztlichen Hochschule Hannover brachte nichts. Wir entschlossen uns dann sie zu erlösen. Die Firma Rosengarten hat die Einzelkremierung sehr pietätvoll übernommen und nun liegt sie in unserem Garten.
Im Januar 2019 lahmte Urban dann ganz plötzlich beim Waldspaziergang auf dem linken Vorderlauf. Da wir von der TiHo nichts mehr wissen wollten gingen wir zu einer, uns auch bekannten, sehr guten Tierklinik. Dort wurde er geröntgt und die Diagnose war niederschmetternd. Krebs vom Fuss bis hoch ins Schultergelenk. Inoperabel. Es gab nur die Möglichkeit, ihm mit Schmerzmitteln noch eine möglichst lange Zeit zu schenken. Er fraß gut, hatte Lust an seinen Waldspaziergängen und der Arbeit auf dem Platz. Das ging zwei Wochen gut dann nützten mit einem Mal auch die Medikamente nichts mehr. Auch er liegt jetzt - neben Tami - bei uns im Garten.
Wir wollte - auch aus Altersgründen - keinen Hund mehr. Aber wer 40 Jahre immer Hunde hatte kann nicht ohne. Ich konnte keine Nacht schlafen. Ein Wolfsspitz kam mir in den Sinn. Davon hatte ich gehört und auch etliches gelesen. Kein Jagdtrieb, vom Gewicht her für ältere Menschen händelbar. Es gab zwei in Deutschland. Ein "Anbieter" meldete sich auf meine Mails überhaupt nicht und ein Tierheim in Leipzig wollte, dass wir mindestens vier oder fünfmal kämen. Das ging nicht, da ich keine Autobahn fahre und unserem Sohn wollten wir das nicht zumuten. Da fiel uns ein, in einem Ort unserer Samtgemeinde gibt es den ITV Grenzenlos. Und wir wurden fündig. Eine kleine Schwierigkeit gab es - es waren zwei Hunde, die sich im Zwinger angefreundet hatten. Jetzt haben wir sie beide. Das Grundstück wurde ausbruchsicher eingezäunt, sie können im Garten rumtoben, wir machen unsere Waldspaziergänge.
Allerdings an der Schleppleine, den Jagdtrieb werde ich nie rausbekommen. Es geht aber wunderbar. Im Wohnzimmer stehen ihnen ein Sofa und ein Sessel zur Verfügung. Es passt. Und der Rüde telefoniert jeden Tag mit unserem Urban, wie er sich verhalten soll.

Der dunkle ist der Rüde Carol - angeblich 6 Jahre alt - und die helle ist die Hündin Lena - angeblich 11 Jahre alt.
Sie waren anfänglich extrem schüchtern, haben sich aber inzwischen so prima eingelebt, dass alles ihr zuhause ist.
Einschließlich Garten und der umliegenden Wälder.